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Glossar

Diabetes-Lexikon

Als Glossar haben wir unser bisheriges Diabetes-Lexikon stark erweitert und viele diabetes-bezogene, medizinische Fachbegriffe für Sie zusammengestellt.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

A

ACE-Hemmer
ACE-Hemmer sind Medikamente mit dem Wirkstoff Fosinopril-Natrium und werden zur Behandlung von Hypertonie (Bluthochdruck) bei Diabetikern bevorzugt eingesetzt. Man sagt ihnen eine gewisse Nierenschutzfunktion nach. ACE-Hemmer hemmen die Bildung des Hormons Angiotensin II, das durch die Abspaltung aus einem Eiweiß mittels des Enzyms Angiotensin-Conversions-Enzym (deshalb ACE-Hemmer) gebildet wird. Angiotensin II wirkt gefäßverengend, hält Salz und Wasser im Körper zurück und kann zu einen Überdruck in den Nierenkörperchen (Glomerula) führen und diese schädigen.
Aceton (Ketonkörper)
ist ein Molekül, das als "Nebenprodukt" eines unvollständig ablaufenden Stoffwechselprozesses entsteht. Dieses tritt immer dann auf, wenn bei Insulinmangel keine BlutGlukose mehr in die Zellen eingeschleust werden kann. Aceton entsteht bei der Verbrennung von Fetten (Lipolyse) und führt zur Übersäuerung des Blutes. Die Ketoazidose ist bei nicht rechtzeitiger Behandlung durch hohe Insulingaben äußerst gefährlich, da sie zum hyperglykämischen Koma führt, das wesentlich häufiger mit dem Tode endet, wie die allseits von Diabetikern immer wieder angeführte schwere Unterzuckerung. Eine Ketoazidose lässt sich meist am Mundgeruch (obstartig, säuerlich), auf jedem Fall aber mittels Urinteststreifen erkennen.
Adipositas
Übergewicht (auch Fettsucht oder Fettleibigkeit), welches das Risiko an Diabetes Typ-2 zu erkranken deutlich erhöht.
Adrenalin
Hormon der Nebenniere, das bei Stress ausgeschüttet wird und den Blutzuckerspiegel erhöht; Gegenspieler des Insulins.
Albuminurie
Unter Albuminurie versteht man die Ausscheidung von Albumin, einem Eiweißbestandteil des Blutes. Gilt als erstes Zeichen einer beginnenden Nephropathie.
Altersdiabetes
oder auch englische Bezeichnung "Adult-Onset Diabetes mellitus". Veraltete Bezeichnung für Typ-2-Diabetes.
Altinsulin
siehe Normalinsulin
Analog-Insulin
siehe Insulinanaloga
Angiopathie, diabetische
durch eine schlechte Blutzuckereinstellung verursachte Blutgefäßerkrankung, die oft zu diabetischer Gangrän oder Arteriosklerose führt. Man unterscheidet zwischen Micro- und Macroangiopathien.
Antagonist
Gegenspieler. Viele Körperfunktionen werden durch zwei entgegengesetzt wirkende Stoffe oder Mechanismen im Gleichgewicht gehalten. Z.B. Streck- und Beugemuskeln oder Insulin und Glukagon.
Apoplexie (Schlaganfall)
Ausgelöst durch den Verschluß einer Hirnarterie. Ist eine mögliche Folge einer Macroangiopathie
Arteriosklerose
Krankhafte Veränderung der Arterienwand, z.B. verhärtet, verdickt. Umgangssprachlich auch als Arterienverklakung bezeichnet.
Autoimmunerkrankung
das Immunsystem erkennt körpereigene Substanzen nicht. Beim Typ-1-Diabetes werden dadurch die Inselzellen zerstört, sodass kein Insulin mehr produziert werden kann.
Autonome Neuropathie
meint eine Störung der für die Versorgung der inneren Organe zuständigen Nerven mit häufig unspezifischen Symptomen aller Organsysteme: Magen-Darm-Trakt (Magenentleerungsstörungen, Übelkeit), Herz (Verringerung der Herzfrequenzvariabilität), Sexualorgane (erektile Dysfunktion) und Blase (Entleerungsstörungen).

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B

Basalgabe
Injizierung des Verzögerungsinsulins, das dem Körper unabhängig von Mahlzeiten zur Verfügung stehen muß um im Fastenzustand einen möglichst normoglykämischen Blutzuckerspiegel zu halten.
Basalrate
Abgabemenge des basalen Insulins in der Insulin-Pumpentherapie, das dem Körper unabhängig von Mahlzeiten zur Verfügung stehen muß um im Fastenzustand einen möglichst normoglykämischen Blutzuckerspiegel zu halten. Bei den heutigen Pumpen wird kontinuierlich ständig eine kleine Dosis abgegeben.
Basis-Bolus Insulintherapie
siehe ICT.
Bauchspeicheldrüse
Pankreas, liegt hinter dem unteren Teil des Magens und hat etwa die Größe einer Hand; hier werden Enzyme und Hormone produziert und ins Blut abgegeben, unter anderm Insulin und Glukagon.
BE
Abkürzung für Broteinheit.
Beta-Zellen
In den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse wird das körpereigene Insulin (eigentlich zunächst nur das Proinsulin) produziert. Sie liegen auf den sogenannten Langerhansschen Inseln, bestimmten Bereichen der Bauchspeicheldrüse von wo aus das Insulin, bei Normalgesunden, im Lebervenenblut bedarfsgerecht in den Blutkreislauf eingeschleust wird. Wegen ihrer Lage werden sie auch Inselzellen genannt.
BG
Abkürzung für Blutglukose - auch Blutzucker genannt.
Biguanide
Biguanide zählen zu den oralen Antidiabetika in Tablettenform, welche bei Typ-2-Diabetes eingenommen werden.
Blutglukose
siehe Blutzucker.
Blutzucker
Der Blutzucker (BZ) - auch Blutglukose (BG) genannt - wird im Rahmen des Stoffwechsels aus Kohlenhydraten gebildet und in den Blutkreislauf eingeschleust. Der Blutzucker dient den Zellen als "Brennstoff".
Blutzuckerspiegel
Der Blutzuckerspiegel ist der Gehalt an Zucker im Blut. Der Blutzuckerspiegel wird in mg/dl (mg/%) oder mmol/l angegeben.
BMI
siehe Body-Mass-Index.
Body-Mass-Index
Körpermassenindex; mit der Formel "Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quardrat aus der Körpergröße in Meter" kann die Körperfettmasse bestimmt werden. Normalwerte liegen zwischen 18 bis 25 kg/m2.
Bolusgabe
Zusätzliche Insulingabe bedarfsgerecht zu den Mahlzeiten.
BOT
Abkürzung für "basal unterstützte orale Diabetes-Therapie". Als Einstieg in die Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes kann ein geringer Insulinbedarf, ergänzend zu einer bestehenden oralen Therapie (mit Tabletten) durch ein langwirkendes Insulin ausgeglichen werden.
Botenstoff
siehe Hormon.
Broteinheit (BE)
Maßeinheit für den Kohlenhydratgehalt von Lebensmitteln. Eine Broteinheit sind 12g verwertbarer Kohlenhydrate, entsprechend etwa einer Scheibe Brot.
BZ
Abkürzung für Blutzucker.

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C

C-Peptid
Molekülteil, welches bei der Insulinproduktion in den Beta-Zellen des Pankreas bei der Abspaltung des Insulins vom Proinsulin als "Abfallprodukt" zurückbleibt und im Blut nachgewiesen werden kann. Das C-Peptid wird durch bestimmte Enzyme abgebaut. Der sogenannte C-Peptidwert sagt etwas über die restliche körpereigene Insulinproduktion eines Typ-1-Diabetikers aus. Die Untersuchung erlaubt die Diagnose und Verlaufskontrolle der Remissionsphase bei Typ-1-Diabetes, die Differentialdiagnose zwischen Typ-1 und Typ-2 und ist bei der Beurteilung der Beta-Zellfunktion hilfreich.
Cholesterin
tierisches Fett, das hauptsächlich in Leber und Darm gebildet wird. Cholesterinablagerungen in den Arterien können zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes führen. Siehe auch HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin).
CT
Abkürzung für die englische Bezeichnung "conventional therapy". Zu deutsch "konventionelle Therapie" oder auch "konventionelle Insulintherapie".
CSII
Abkürzung für die englische Bezeichnung "continuous subcutaneous insulin infusion". Zu deutsch "kontinuierliche subkutane Insulininfusion" oder auch "Insulin-Pumpentherapie".

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D

Dawn-Phänomen
Unter dem Dawn-Phänomen - auch Dämmerungsphänomen genannt - versteht man einen frühmorgendlichen Blutzuckeranstieg, der auf Hormone zurückzuführen ist, die zu dieser Zeit vermehrt ausgeschüttet werden und die Wirkung des Insulins abschwächen. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, wird vor dem Schlafengehen lang wirksames Insulin gespritzt.
Diabetes insipidus
Bei dieser Erkrankung sind die Nieren nicht in der Lage, die Flüssigkeit den Erfordernissen des Organismus entsprechend einzubehalten. Daher kommt es zu einer Ausscheidung von großen Urinmengen, was eine Austrocknung des Körpers und großen Durst zur Folge hat. Im Gegensatz zum besser bekannten Diabetes mellitus, einer häufig vorkommenden Störung des Zuckerstoffwechsels mit Ausscheidung von zuckerhaltigem Urin, wird beim Diabetes insipidus sehr dünner, zuckerfreier Urin ausgeschieden. Verantwortlich für den Diabetes insipidus ist entweder das Fehlen oder eine mangelnde Wirkung des Hormons (ADH, Vasopressin).
Diabetes mellitus
Die Krankheitsbezeichnung "Diabetes mellitus" wird abgeleitet vom griechischen "diabainein" (hindurchfließen) und lateinischen "mellitus" (honigsüß). Diese Symtome wurden erstmals vor etwa 3.500 Jahren in Ägypten beschrieben. Gemeint ist hiermit die Ausscheidung von zuckerhaltigem Urin. Daher wird diese Erkrankung auch Zuckerkrankheit genannt. Der "Diabetes mellitus" ist eine Krankheit des (Kohlenhydrat)stoffwechsels. Man unterscheidet im wesentlichen zwei Formen des Diabetes mellitus. Diabetes-Typ-1 ist vorwiegend im jugendlichen Alter aber auch beim Erwachsenen möglich. Durch Antikörperuntersuchungen gelingt in einem hohen Prozentsatz die Unterscheidung zwischen Typ-1 und Typ-2. Der Diabetes-Typ-2 tritt vorwiegend bei älteren Menschen auf. Erst in letzter Zeit wird diese Form auch vermehrt bei jüngeren Menschen festgestellt. Diabetes mellitus liegt vor, wenn die Nüchternglukose über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) liegt oder zwei Stunden postpradial mindestens 200 mg/dl (11,1 mmol/l) beträgt.
Diabetis
Die Krankheit Diabetes mellitus (früher Zuckerkrankheit genannt) schreibt sich nicht Diabetis sondern richtig Diabetes!
diabetische Koma
siehe hyperglykämisches Koma.
Diabetisches Fußsyndrom
mehrere, meist gleichzeitig auftretende Symptome, die am Fuß durch Nervenschädigung (Neuropathie) und Durchblutungsstörungen (Angiopathie) entstehen können. Häufige Symptome sind vermindertes Schmerzempfinden, Druckstellen, verschlechterte Wundheilung und Infektionen.
Diabetologie
ist die ärztliche Fachrichtung, die sich mit der Behandlung des "Diabetes mellitus".
Disease-Management-Programm
sind systematische Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen, die auf die Erkenntnisse der evidenzbasierten Medizin gestützt sind. Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden diese Programme auch als strukturierte Behandlungsprogramme oder Chronikerprogramme bezeichnet. Disease-Management-Programme sind im deutschen Gesundheitswesen noch recht neu (seit etwa 2002) und gelten als Bausteine für andere neuartige Konzepte wie integrierte Versorgung und Fall-Management.
DPP-4-Hemmer
Abkürzung für die Bezeichnung des Enzyms "Dipeptidyl-Peptidase-4". Das Enzym DPP-4 ist für den Abbau des Hormons GLP-1 zuständig. GLP-1 regt in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel die körpereigene Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse an und verzögert die Magenentleerung. Wird der Abbau des GLP-1 gehemmt wirkt das Hormon länger. DPP-Hemmer können in Tablettenform eingenommen werden. DPP-Hemmer können somit dazu beitragen bei Typ-2-Diabetes den Blutzucker zu senken und das ohne Gewichtszunahme und ohne Hypoglykämie-Risiko.
DMP
Abkürzung für "Disease-Management-Programm".

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E

Endokrinologie
ist die Lehre von den Hormonen. Endokrin heißen Hormondrüsen, die ihr Produkt nach innen, direkt ins Blut abgeben und im Gegensatz zu exokrinen Drüsen (z. B. Speichel-, Talgdrüsen) keinen Ausführungsgang haben. Die medizinische Endokrinologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin beschäftigt sich unter anderem mit der Krankheit "Diabetes mellitus".
Erwachsenendiabetes
oder auch englische Bezeichnung "Adult-Onset Diabetes mellitus". Veraltete Bezeichnung für Typ-2-Diabetes.

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F

Fettstoffwechselstörung
Krankhafte Veränderung der Fettzusammensetzung mit Erhöhung oder Erniedrigung einzelner Fettbestandteile im Blut.
Fruchtzucker
siehe Fructose
Fructose (Fruchtzucker)
Zuckerersatzstoff, der in der Diabetesdiät eingesetzt wird, weil die Verwendung kaum insulinabhängig ist. Fructose ist ein leicht verdaulicher Zucker, der vom Körper aber nicht direkt zur Energiegewinnung genutzt werden kann.

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G

Gangrän
Absterben von Gewebe, vor allem am Fuß. Siehe diabetisches Fußsyndrom.
Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)
Als Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Kohlenhydratstoffwechselstörung, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird. Durch Schwangerschaftshormone, die zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen (z.B. Östrogen, humanes Plazentalaktogen), wird die Insulinwirkung herabgesetzt. In der Schwangerschaft steigt somit der Insulinbedarf. 1-5% aller Schwangeren bekommen diese Störung etwa ab der 26. Schwangerschaftswoche. Verschwindet meist nach der Geburt.
GDM
Abkürzung für die englische Bezeichnung "gestation diabetes mellitus". Zu deutsch "Schwangerschaftsdiabetes". Siehe Gestationsdiabetes.
Gestörte Glukosetoleranz
Die gestörte Glukosetoleranz tritt meist schon lange vor Ausbruch eines Typ-2-Diabetes auf und wird auch als dessen Vorstufe bezeichnet.
Glitazone
Insulin-Sensitizer sind Substanzen, die bei Typ-2-Diabetes die Insulinsensitivität erhöhen. Siehe auch Rosiglitazon, Pioglitazon, Troglitazon.
Glomerulosklerose
Microangiopathie der Glomeruluskapillaren in der Niere.
GLP-1-Analoga
Abkürzung für die Bezeichnung des Hormons "Glukagon-like-peptid 1". Dieses Hormon wird nach Aufnahme von Kohlenhydraten im Dünndarm produziert und in den Blutkreislauf gegeben. GLP-1 regt in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel die körpereigene Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse an und verzögert die Magenentleerung. Die künstlich hergestellten GLP-1-Analoga müssen, vergleichbar mit Insulin, ein- bis zweimal am Tag unter die Haut (subkutan) gespritzt werden. Mit dieser Substanz kann bei Typ-2-Diabetes der Blutzucker gesenkt werden und das ohne Gewichtszunahme und ohne Hypoglykämie-Risiko.
Glukagon
Antagonist des Insulins. Das von den Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon Glukagon mobilisiert körpereigene Energiereserven. Durch seine Wirkung wird Glycogen aus den Speichern in Muskeln und Leber zu Glukose abgebaut, die dann dem Körper über den Blutkreislauf zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Wird die Glukose durch die Körperaktivitäten nicht sofort verbraucht oder kann mangels Insulin von den Zellen nicht aufgenommen werden, steigt infolgedessen der Blutzuckerspiegel an.
Glukoneogenese
Glukoseneubildung in der Leber aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorstufen, ausgelöst durch Glukagon.
Glukose (Traubenzucker)
einfachste Zuckerform, die durch den Abbau von Kohlenhydraten entsteht. Leicht verdaulicher Zucker, der vom Körper direkt zur Energiegewinnung genutzt werden kann.
Glukosurie
Glukoseausscheidung im Urin, vor allem nach kohlenhydratreicher Kost bei Diabetikern.
Glycogen
Durch Glukagon kurzfristig mobilisierbares Reservekohlenhydrat des Körpers. Es findet sich in Muskeln und Leber.

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H

Hämoglobin (Hb)
Hämoglobin ist ein Eiweißstoff der roten Blutkörperchen, mit der Aufgabe des Sauerstofftransports im Blutkreislauf. Er verbindet sich in einem bestimmten Anteil fest mit den im Blut enthaltenen Zuckerstoffen.
Harnzucker
Glukoseausscheidung im Urin, vor allem nach kohlenhydratreicher Kost bei Diabetikern.
HbA1c-Wert
Blutzuckerlangzeitwert oder Blutzuckergedächtnis. Wert für den prozentualen Anteil des verzuckerten Hämoglobin im Blut. Der HbA1c-Wert gibt Auskunft über die Blutzuckereinstellung der letzten letzten 8-10 Wochen.
HDL-Cholesterin
Cholesterin-Eiweis-Verbindungen mit hoher Dichte, nach ihrer englischen Bezeichnung HDL (high density lipoproteins) genannt.
Hormon (Botenstoff)
Vom Körper in häufig nur geringer Menge gebildeter Stoff, der zur chemischen Nachrichtenübertragung dient. Dazu koppeln seine Moleküle an spezifische Rezeptoren.
Humaninsulin
Dem körpereigenen Insulin in seiner Molekülstruktur identisches (homologes) Insulin, das aus modifiziertem Rinder- und Schweineinsulin oder mittels gentechnisch veränderten Bakterienstämmen (Escherichia coli) synthetisch (Biosynthese) hergestellt wird.
Hyperglykämie
erhöhter Blutzuckerspiegel (Überzuckerung); kann unbehandelt zum diabetischem Koma führen.
hyperglykämisches Koma
Die Bewustlosigkeit des hyperglykämischen Komas - auch diabetisches Koma Koma genannt - ist eine schwere Stoffwechselentgleisung mit überhöhten Blutzucker (Hyperglykämie), meist zusammen mit einer Ketoazidose, die bei einem Diabetiker auftreten kann. Grund dafür sind sehr hohe Blutzuckerwerte aufgrund von Insulinmangel, Insulinresistenz, Infekten, Entzündungen oder anderen Begleiterkrankungen. Lebensbedrohlicher Zustand; bedarf der sofortigen Behandlung durch einen Arzt. Nicht rechtzeitig behandelt führt das hyperglykämische Koma zum Tod.
Hyperinsulinämie
erhöhte Insulinkonzentration im Blut.
Hypertonie
Bluthochdruck; über die Norm erhöhte Blutwerte. Normalerweise sollte der Blutdruck nicht über 140/90 mmHg liegen.
Hypertriglyceridämie
Risikofaktor für Schäden der Blutgefäße
Hypoglykämie
zu niedriger Blutzuckerspiegel (Unterzuckerung); kann mit Symtomen einhergehen; deutliche Besserung nach der Zufuhr von Kohlenhydraten wie z.B. Haushaltszucker, Glukose, Apfelsaft oder Cola.
hypoglykämischer Schock
Eine Bewustlosigkeit (Insulinschock) kann als Folge einer starken Unterzuckerung (Hypoglykämie) auftreten.

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I

ICT
Abkürzung für die englische Bezeichnung "intensive conventional therapy". Zu deutsch "intensivierte konventionelle Therapie" oder auch "Basis-Bolus Insulintherapie". Hierbeit wird eine Aufteilung des Insulinbedarfs nach Basis(Basal)-Insulin, das der Körper ohne Nahrungsaufnahme zur Erhaltung eines stabilen (normoglykämischen) Blutzuckers braucht und nach Bolus-Insulingabe (nach aktuellen Blutzuckerwert- und KH-Mengen-bezogene Gabe von Insulin zu den Mahlzeiten) Der Basalinsulinbedarf wird durch eine oder mehrere Injektionen von Verzögerungsinsulin mit langer Wirkdauer, meist 1x abends und 1x morgens abgedeckt. Der Bolusbedarf wird durch ein Alt(Normal)insulin (neuerdings auch z.T. durch sogenannte Insulinanaloga mit sehr rascher Wirksamkeit), mit kurzer Wirkdauer abgedeckt.
IDDM
Abkürzung für die englische Bezeichnung "insulin-dependent diabetes mellitus". Diabetes mellitus Typ 1. Insulinmangeldiabetes hervorgerufen durch die Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse.
IFG
Abkürzung für die englische Bezeichnung "impaired fasting glucose". Zu deutsch "erhöhte Nüchternglukose". Diese liegt vor, wenn die Nüchternglukose bei 110 mg/dl (6,1 mmol/l) liegt. Siehe auch OGTT (oraler Glukosetoleranztest).
IGT
Abkürzung für die englische Bezeichnung "impaired glucose tolerance". Zu deutsch "verminderte / gestörte Glukosetoleranz". Diese liegt vor, wenn die Nüchternglukose (Plasmaglukose) über 126 mg/dl (7,0 mmol/l); zwei Stunden postpradial über 140 mg/dl, aber unter 200 mg/dl liegt. Siehe auch OGTT (oraler Glukosetoleranztest). Siehe auch Intermediäre Hyperglykämie
Immunreaktives Insulin
vollständig aktives Insulin, im Gegensatz zum Proinsulin (Vorstufe).
Inhalatives Insulin
Inhalieren (abgeleitet vom lateinischen "inhalare" = anhauchen) bedeutet das Einatmen von gasförmigen Wirkstoffen oder Aerosolen (Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen und Luft). Das inhalative Insulin wird in Pulverform mit Hilfe eines Inhalators eingeatmet. Über die Lunge gelangt das Insulin relativ schnell ins Blut. Das inhalative Insulin könne dazu beitragen, die Hemmschwelle vor einer notwendigen Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes zu senken. Durch eine frühere Umstellung auf Insulin mit einer gleichzeitigen Weitergabe der oralen antidiabetischen Medikamente erhofft man sich auch die Spätkomplikationen des Diabetes reduzieren zu können. Verzögerungsinsuline müssen weiterhin gespritzt werden. Nachteilig allerdings ist, dass eine 10-fach höhere Menge von Insulin zugeführt werden muss, damit eine vergleichbare Wirkung erzielt wird. Weitere Nachteile der inhalativen Verabreichung von Insulin sind die noch nicht ausreichend erforschten Auswirkungen auf Lunge und Atemwege sowie der 5fach höhere Preis.
Inkretin-Mimetikum Exenatide
Wirkstoff, der die Effekte des Hormons GLP-1 nachahmt. Siehe GLP-1-Analoga.
Inselzellen
auch Langerhanssche Inseln; Zellhäufung in der Bauchspeicheldrüse, die die Höhe des Blutzuckers registriert und Insulin sowie Glukagon produziert und diese bei bedarf ausschüttet.
Insulin
ist das blutzuckersenkende Peptid-Hormon und der Gegenspieler des Glukagons. Insulin wird in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse erzeugt. Dieses Hormon wird im Stoffwechsel gebraucht um den Blutzucker in die Zellen zu schleusen und damit den Blutzuckerspiegel zu senken. Am 11.01.1922 wurde erstmals einem Menschen (Leonard Thompson) Insulin gespritzt. Ab 1923 war Insulin in der "zivilisierten Welt" durch lizenzsierte Produktion flächendeckend verfügbar.
Insulin-Pen
Injektionshilfe für das Insulin in der Diabetestherapie, die äußerlich einem Füller ähnlich sieht. Erleichtert das Spritzen einer exakten Insulinmenge. Siehe auch Pen.
Insulinanaloga
Insulinanaloga sind "insulinähnliche Stoffe", deren chemische Struktur etwas vom Humaninsulin abweicht. Durch gentechnologische Methoden wurden einzelne der insgesamt 51 Aminosäuren mit dem Ziel ausgetauscht, ein verändertes bzw. vorteilhafteres Wirkungsprofil zu erreichen. So weisen kurzwirkende Insulinanaloga einen rascheren Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkungsdauer auf. Langwirkende Insulinanaloga haben hingegen eine gleichmäßigere und längere Wirkdauer. Insulinanaloga gibt es seit 1996. Nachteilig sind fehlende Langzeiterfahrungen bezüglich einer eventuellen karzinogenen Wirkung bzw. einem erhöhten Retinopathierisiko sowie der höhere Preis.
Insulinpflicht
Ein Diabetiker ist insulinpflichtig, wenn sein Blutzuckerspiegel nicht mehr ohne Spritzen von Insulin regelbar ist.
Insulinpumpe
Gerät, dass automatisch durch kontinuierlichen Insulinabgabe den basalen Insulinbedarf deckt, während der mahlzeitenbezogene Bedarf (Bolus) "von Hand" durch Auslösung eines zusätzlichen Infusionsvorgangs gegeben wird. Obwohl es auch inplantierbare Insulinpumpen gibt, ist die überwiegende Art ein externes Gerät, das mit einem feinen Infusionsschlauch mit Nadel zur subkutanen Insulininfusion ausgestattet ist. Die ersten Insulinpumpen kamen 1974 zum Einsatz.
Insulinresistenz
der Körper reagiert unzureichend oder gar nicht auf Insulin; häufig die Ursache für Typ-2-Diabetes. Insulinresistenz liegt auch vor, wenn ein insulinpflichtiger Patient mit Diabetes mellitus mehr als 200 IE/Tag an Insulin zur Stofffwechseleinstellung benötigt.
Insulinschock
siehe hypoglykämischer Schock.
Integrierte Versorgung (IV oder IGV)
ist eine neue "sektorenübergreifende" Versorgungsform im deutschen Gesundheitswesen. Sie fördert eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen und Sektoren (Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser), um die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheitskosten zu senken.
Intensivierte konventionelle Therapie
siehe ICT.
Intermediäre Hyperglykämie
Synonym für IGT. Die Intermediäre Hyperglykämie ist eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes. Man spricht von einer Intermediäre Hyperglykämie, wenn der Blutzuckergehalt gegenüber den normalen Werten erhöht ist, jedoch noch kein Diabetes diagnostiziert werden kann. Die WHO und die IDF empfehlen, die alte Bezeichnung Prä-Diabetes durch Intermediäre Hyperglykämie zu ersetzen. Die Experten vertreten die Meinung der Begriff Prä-Diabetes stigmatisiere Betroffene unnötig. Denn anders als der Begriff unterstelle, würden viele Betroffene keinen manifesten Diabetes entwickeln.
IRC
Abkürzung für die englische Bezeichnung "insulin requiring for control" Diabetes. Veraltete Bezeichnung für Typ-2-Diabetes mit insulinunterstützender Therapie.
IRS
Abkürzung für die englische Bezeichnung "insulin requiring for survival" Diabetes. Veraltete Bezeichnung für Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes mit stark reduzierter oder eingestellter eigener Insulinproduktion.

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J

Jugenddiabetes
Veraltete Bezeichnung für Typ-1-Diabetes.
juveniler Diabetes mellitus
oder auch englische Bezeichnung "juvenile Diabetes mellitus". Veraltete Bezeichnung für Typ-1-Diabetes.

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K

Ketoazidose
Die Ketoazidose (Übersäuerung des Organismus) ist eine schwere Stoffwechselentgleisung bei Diabetikern. Bedingt durch Insulinmangel wird vermehrt Fett abgebaut, dabei bleiben Ketonkörper und andere saure Stoffwechselprodukte übrig und sammeln sich im Blut an. Nicht rechtzeitig behandelt führt die Ketoazidose über Koma zum Tod.
ketoazidotische Koma
Längerdauernde tiefe Bewußtlosigkeit, die durch äußere Reize nicht unterbrochen werden kann, hervorgerufen durch extreme Glukoseverwertungsstörungen, bei denen Ketonkörper gebildet werden. Nicht rechtzeitig behandelt führt das ketoazidotische Koma zum Tod.
Ketonkörper
siehe Aceton
Ketonurie
Ausscheidung von Ketonkörpern im Urin.
Kohlenhydrate
Eine Gruppe miteinander verwandter chemischer Verbindungen, die einen wesentlichen und wichtigen Teil unserer Ernährung bildet. Sie dienen dem Körper hauptsächlich als Energiequelle. Man unterscheidet die schnell verwertbaren K. wie z.B. Zucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker und langsam oder nur schlecht verwertbare K. wie Stärke und Zellulose.
Konnataler Diabetes
Diabetesbeginn eines Typ-1-Diabetes in den ersten 6 Lebensmonaten.
Krankheitsbildmanagement
Ergebnisorientierte Steuerung von Behandlungsabläufen durch die Krankenkassen. Ziel ist eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch mehr Qualitätssicherung und koordinierte medizinische Versorgungsstruktur. Dabei sollen alle zu erbringenden Leistungen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

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L

LADA
Abkürzung für die englische Bezeichnung "latent autoimmune diabetes with onset in adults". Wörtlich übersetzt heißt das: "versteckter autoimmun Diabetes bei Erwachsenen". Es handelt sich beim LADA um eine spät auftretende und milde Form eines Typ 1 Diabetes. Deswegen hat man den LADA Diabetes auch als Typ 1,5 bezeichnet. Es lassen sich Autoimmunvorgänge nachweisen. Meist sind die betroffenen Personen normalgewichtig und brauchen anfangs nur orale Antidiabetika oder eine niedrige Dosis Insulin.
LDL-Cholesterin
Cholesterin-Eiweis-Verbindungen mit niedriger Dichte; nach ihrer englischen Bezeichnung LDL (low density lipoproteins) genannt.
Langerhanssche Inseln
Regionen der Bauchspeicheldrüse, benannt nach ihrem Entdecker Paul Langerhans (1847-1888), wo in den Beta-Zellen das Insulin produziert wird. Die physiologische Funktion der Inselzellen erkannte Langerhans allerdings nicht.
Langzeitinsulin
Depot-Insulin; länger wirkendes Insulin, siehe auch Verzögerungsinsulin.

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M

Macroangiopathie
Angiopathie mittlerer und großer Blutgefäße, Arteriosklerose.
Manifestation
Sichtbarwerden
Metabolisches Syndrom
Vorstufe des Typ-2-Diabetes mellitus. Es ist durch eine offenbar vererbte Insulinresistenz von Muskeln und Leber gekennzeichnet. Dazu kommt dann oft eine erworbene Insulinresistenz infolge Übergewicht und Bewegungsarmut. Um diese Unempfindlichkeit gegenüber dem körpereigenen Insulin auszugleichen, wird von der Bauchspeicheldrüse mehr Insulin ausgeschüttet. Der erhöhte Insulinspiegel (Hyperinsulinämie) wiederum fördert über andere Mechanismen die Entstehung eines Bluthochdrucks und bewirkt auch eine Fettstoffwechselstörung. (Wird der Bluthochdruck in dieser Phase mit unpassenden Medikamenten behandelt, so können dadurch sowohl die Fettstoffwechselstörung als auch die beginnende Glukoseintoleranz verstärkt werden.)
Metforminhydrochlorid
Wirkstoff, der zu den oralen Antidiabetika in Tablettenform zählt, welche bei Typ-2-Diabetes eingenommen werden. Metformin verlangsamt die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm, wirkt appetithemmend und senkt die Ausschüttung von Zucker aus der Leber.
mg/dl
Abkürzung für "Milligramm pro Deziliter". Konzentrationsmaß für den Blutzucker. Hierbei wird die Angabe der Gewichts- bzw. Masseprozente (z.B. Gramm je 100 g Mischung) gewählt. Bei Lösungen wird häufig die Menge des Stoffes pro Volumeneinheit verwendet (z.B. Gramm je Liter). Milligramm pro Deziliter (mg/dl) bezeichnet dann das gleiche Konzentrationsmaß, nur in einer anderen Größenordnung. In diesem Fall also Milligramm Zucker pro Deziliter Blut.
Microangiopathie
Angiopathie kleiner Kapillargefäße, z.B.: Retinopathie oder Glomerulosklerose
Mikroalbuminurie
Mit einer Untersuchung des Urins auf Mikroalbuminurie kann der Arzt frühzeitig eine beginnende Nierenschädigung feststellen. Unter Albuminurie versteht man die Ausscheidung von Albumin, einem Eiweißbestandteil des Blutes.
Mischinsulin
In der konventionellen Insulintherapie verwenden Diabetiker in der Regel eine Mischung aus kurz- und langwirkendem Insulin, ein sogenanntes Mischinsulin. Welches Mischungsverhältnis für den jeweiligen Patienten das richtige ist und wie häufig am Tag man das Insulin spritzen muss, hängt vom Lebensrhythmus und der Blutzuckereinstellung ab.
MIT
Mehrfache Injektionstherapie; intensivierte Therapie, bei der unterschiedliche Insuline mehrmals täglich injiziert werden.
Mitochondrialer Diabetes
Diabetes-Sonderform, die aufgrund einer genetische Mutation im Zusammenhang mit den MELAS-Syndrom (Myopathy, Encephalopathy, Lactat Acidosis, Seizures) auftritt.
mmol/l
Abkürzung für "Millimol pro Liter". Konzentrationsmaß für den Blutzucker. Hierbei wird die Menge eines Stoffes in Anzahl der Mole (Moleküle) angegeben. Diese wird dann als Volumeneinheit der Liter angewendet, die so definierte Konzentration wird Litermolarität oder kurz Molarität genannt (Einheit: Mol/l). Millimol pro Liter (mmol/l) ist dann wiederum das gleiche Konzentrationsmaß in einer anderen Größenordnung. Hier die Anzahl der Blutzuckerteilchen, d.h. Moleküle, pro Liter Blut.
MODY
Abkürzung für die englische Bezeichnung "maturity onset diabetes in the young". Auf deutsch heißt das "Erwachsenendiabetes, der bereits bei Jugendlichen auftritt". Der MODY Diabetes beruht auf Mutationen von Genen des Glukosestoffwechsels. Er wird monogen autosomal-dominant vererbt. Er manifestiert sich bereits in der Kindheit oder Jugend und bedarf zumindest anfangs keiner Insulintherapie.

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N

Nephropathie (diabetische)
Nierenerkrankung (Nephros = die Niere) durch eine schlechte Blutzuckereinstellung.
Neuropathie (diabetische)
Nervenschädigung in den Extremitäten durch eine schlechte Blutzuckereinstellung, die unter anderem zu Schmerzen und Missempfindungen führen kann. Häufig ist bei Diabetikern die Füße und die Hände betroffen.
NGT
Abkürzung für die englische Bezeichnung "normal glucose tolerance". Zu deutsch "normale Glukosetoleranz". Siehe auch OGTT (oraler Glukosetoleranztest).
NIDDM
Abkürzung für die englische Bezeichnung "noninsulin-dependent diabetes mellitus". Diabetes mellitus Typ 2. Verminderte Insulinwirkung durch Insulinresistenz, häufig verbunden mit Übergewicht.
Niereninsuffizienz
Eine Störung der Nierenfunktion, die im Extremfall zum die chronisch oder akut sein kann.
NIR
Abkürzung für die englische Bezeichnung "non-insulin-requiring" Diabetes. Veraltete Bezeichnung für Typ-2-Diabetes.
Normalinsulin
Normalinsulin - früher Altinsulin - entsprach in der Wirkung lange am besten dem Insulin, das die Zellen der menschlichen Bauchspeicheldrüse produzieren. Nach dem Spritzen wirkt es relativ schnell, die stärkste Wirkung auf den Blutzucker hat das Insulin nach etwa zwei bis drei Stunden, im Blut nicht mehr nachweisbar ist es nach etwa vier bis sechs Stunden. Aber Vorsicht: Je mehr Insulin auf einmal gespritzt wird, desto länger wirkt das Insulin im Körper! Und diese Zeit kann sechs Stunden deutlich überschreiten.
NPH-Insulin
siehe Verzögerungsinsulin
Nüchternblutzuckerwert
Der Nüchternblutzuckerwert wird vor der ersten Tagesmahlzeit gemessen. Werte aus dem venösen Blut über 126 mg/dl und Werte aus der Fingerbeere von über 110 mgl/dl geben Hinweis auf einen Diabetes mellitus.

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O

OGTT
Abkürzung für "oraler Glukosetoleranztest". Bei Verdacht auf eine gestörte Glukosetoleranz, Typ-2- oder Gestationsdiabetes wird der orale Glukosetoleranztest eingesetzt. Der oraler Glukosetoleranztest sollte bei Nüchternglukosewerten zeischen 110 und 125 mg/dl gemacht werden.
orale Antidiabetika
Blutzuckersenkende Medikamente in Tablettenform. Sie kommen nur für die Therapie des Typ-2-Diabetes in Frage.
oraler Glukosetoleranztest
siehe OGTT

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P

Pankreas
siehe Bauchspeicheldrüse.
Pen
englische Bezeichnung für "Füllfederhalter". Gemeint ist in der Diabetestherapie eine Injektionshilfe für das Insulin, die äußerlich einem Füller ähnlich sieht. Ähnlich wie beim Füller die Tinte, befindet sich das Insulin in Patronen, braucht also nicht mehr wie bei Spritzen aufgezogen zu werden. Erste Einführung 1986.
Periphere Neuropathie
eine nervenbedingte Störung des Temperatur- und Schmerzempfindens an den Extremitäten, tritt meist als Empfindungsstörung an beiden Füßen auf. Als Spätfolgen kostet die Vernachlässigung des "Diabetischen Fußes" viele Menschen buchstäblich den Fuß.
Perkutan
auch transkutan; durch die Haut hindurch.
Pioglitazon
Wirkstoffe wie Pioglitazon gehören zu der Gruppe der Glitazone und sind oral verabreichbare Antidiabetika, die bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden.
Polydipsie
Abnorm gesteigerte Durstempfindung mit entsprechend erhöhter Flüssigkeitsaufnahme; kann Systom eines unbehandelten Diabetes mellitus sein.
Polyurie
Abscheidung abnorm erhöhter Harnmengen.
postprandiale Blutzuckerwerte (PP-Werte)
Blutzuckerwerte zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Die postprandialen Blutzuckerwerte liegen bei einem Nichtdiabetiker unter 140 mg/dl. Werte zwischen 140 und 200 mg/dl postprandial weisen auf eine gestörte Glukosetoleranz hin.
Prä-Diabetes
Synonym für IGT. Der Prä-Diabetes ist eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes. Man spricht von einem Prä-Diabetes, wenn der Blutzuckergehalt gegenüber den normalen Werten erhöht ist, jedoch noch kein Diabetes diagnostiziert werden kann. Die WHO und die IDF empfehlen, die Bezeichnung Prä-Diabetes durch Intermediäre Hyperglykämie zu ersetzen. Die Experten vertreten die Meinung das der Begriff Prä-Diabetes stigmatisiere Betroffene unnötig. Denn anders als der Begriff unterstelle, würden viele Betroffene keinen manifesten Diabetes entwickeln.
präprandiale Blutzuckerwerte
Blutzuckerwerte die vor einer Mahlzeit (nüchtern) - in der Regel morgens - ermittelt werden.
Proinsulin
biologisch inaktive (einkettige) Vorstufe des Insulins, aus der nach Abspaltung der C-Peptidkette das aktive Bauchspeicheldrüsenhormon entsteht. Ein erhöhter Anteil von Proinsulin weist auf einen bereits länger bestehenden Typ-2-Diabetes hin.

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R

Remissionsphase
ist beim Typ-1-Diabetes eine Zeitspanne die kurz nach Beginn der Insulinbehandlung einsetzt und zwischen 4 Wochen bis zu mehreren Jahren dauern kann. Die restlichen nicht zerstörten Beta-Zellen "erholen" sich in dieser sogenannten initialen Besserungsphase und produzieren körpereigenes Insulin. In dieser Zeit (Honeymoon) werden Blutzuckerspitzen noch durch die körpereigene Insulinproduktion gepuffert, bei Erlöschen der Betazell-Funktion wird vielfach eine Neueinstellung des Diabetes nötig.
Retinopathie
Schädigung der Netzhautgefäße im Auge (Microangiopathie) durch schlechte Blutzuckereinstellung, die zum Sehverlust führen kann.
Rezeptor
Platz auf der Oberfläche von Zellen, an den ein bestimmtes Molekül gekoppelt werden kann, was dann eine bestimmte Wirkung zeitigt.
Rinder-Insulin
seit der Herstellung des ersten Insulins bis heute verwendetes Insulin, das aus Rinderpankreas von Schlachttieren gewonnen wird. Die Entdecker der Insulinanwendung Banting und Best kamen nach ihren Experimenten mit Hunden darauf, weil in ihrer Heimat Kanada Rinder als Schlachttiere häufig waren und deren Pankreas am größten ist, also eine ausreichende Versorgungsbasis versprach. Rinderinsulin hat aber den Nachteil, das sein Molekül an zwei Stellen different zum menschlichen Insulin ist. Bei wenigen Patienten kam es bis zur Entwicklung des Humaninsulins deshalb immer wieder zu Unverträglichkeiten. Rinderinsulin spielt heute auf dem Insulinmarkt kaum noch eine Rolle.
Rosiglitazon
Wirkstoffe wie Rosiglitazon gehören zu der Gruppe der Glitazone und sind oral verabreichbare Antidiabetika, die bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden.

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S

Saccharose (Zucker)
Der in unseren Lebensmitteln häufigste Zucker. Er wird bei der Verdauung rasch in gleiche Teile Glukose und Fructose zerlegt.
Schwangerschaftsdiabetes
siehe Gestationsdiabetes.
Schweine-Insulin
Insulin aus den Pankreas von geschlachteten Schweinen. Erstmals industriell von einer dänischen Firma hergestellt und vertrieben. Insulin aus Schweinepankreas hat den Vorteil das es sich vom menschlichen nur in einem Bestandteil des Insulinmoleküls unterscheidet. Unverträglichkeiten der Patienten auf das injizierte Insulin waren geringer wie bei dem Rinderinsulin.
Sitagliptin
Wirkstoff, der die Effekte des Enzyms DPP-4 hemmt. Siehe DPP-4-Hemmer.
Spritz-Eß-Abstand (SEA)
Die zwischen dem Spritzen von Insulin und einer Mahlzeit einzuhaltende Wartezeit.
Stoffwechsel
Um- und Abbau der vom Körper aufgenommenen Stoffe (Nahrung, Wasser, Luftsauerstoff) zur Energiegewinnung und zum Aufbau körpereigener Stoffe.
Subkutan
Diese Bezeichnung leitet sich aus dem lateinischen "sub" (= unter) und "cutis" (= Haut) ab und bedeutet "unter der Haut" oder "unter die Haut verabreicht". Die subkutane Verabreichung von Medikamenten ist einfacher und schneller als die intravenöse. Allerdings ist die Resorption und Verteilung des Medikaments aus dem Unterhautgewebe langsamer als bei intravenöser und intramuskulärer Gabe. Zum Spritzen ist nur eine kurze Kanüle notwendig und die Anforderungen an die Desinfektion sind nicht so streng. Dadurch eignet sich dieses Verfahren gut, um vom Patienten selbst angewandt zu werden. Das Verfahren ist relativ schmerzarm. Im Rahmen der Insulintherapie bei Diabetes mellitus wird Insulin subkutan gespritzt.
Süßstoffe
Der älteste künstliche Süßstoff ist das vom deutschen Zuckerchemiker Constantin Fahlberg gefundene "Saccharin". Es kam 1885 zum erstenmal auf den Markt. Als es um 1900 dem Zucker Konkurrenz zu machen begann, wurde es auf Druck der Zuckerindustrie in verschiedenen Staaten unter Apothekenzwang gestellt, so dass es nur noch gegen ein Arztzeugnis (zum Beispiel für Diabetiker) erhältlich war. In den beiden Weltkriegen ersetzten Süßstoffe den Zucker, der damals ausgesprochen knapp war. Süßstoffe sind Ersatzstoffe für Zucker, von denen für die gleiche Süßung eine deutlich geringere Dosis benötigt wird (30- bis 3000-fach süßer). Sie liefern sehr wenig oder keine Energie (Kalorien) im Vergleich zur genauso stark süßenden Menge Zucker. In der EU zugelassene Süßstoffe sind Acesulfam (E 950), Aspartam (E 951), Cyclamat (E 952), Saccharin (E 954), Sucralose (E 955), Thaumatin (E 957) und Neohesperidin (E 959). Über die Langzeitwirkungen von diesen Süßstoffen, insbesondere deren Kombinationen, ist bisher wenig bekannt. Kritiker versuchen zu belegen, dass Süßstoffe wie Cyclamat krebserregend seien und dass Süßstoffe den Appetit steigern.
Sulfonylharnstoffe
Sind eine Medikamentengruppe für Typ-2-Diabetiker in Tablettenform, die die körpereigene Insulinausschüttung steigern.
Syndrom X
siehe Metabolisches Syndrom

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T

Traubenzucker
siehe Glukose.
Troglitazon
Wirkstoffe wie Troglitazon gehören zu der Gruppe der Glitazone und sind oral verabreichbare Antidiabetika, die bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden.



Nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet man seit 1998 die verschiedenen Diabetes-Typen wie folgt:
Typ 1 Diabetes
Beim Diabetes mellitus Typ 1 liegt ein vollständiger Insulin-Mangel vor, der durch die Zerstörung der Beta-Zellen (Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, die normalerweise das Insulin produzieren) hervorgerufen wird. Man unterscheidet:
• Typ 1a: immunologisch vermittelter Diabetes, der durch eine Immunantwort des Körpers auf beispielsweise Viren hervorgerufen wird.
• Typ 1b: selbstständig auftretende Diabetes, idiopathisch (ohne erkennbare Ursache)
Typ 1 Diabetes ist vorwiegend im jugendlichen Alter aber auch beim Erwachsenen möglich.

Zum Diabetes mellitus Typ 1a gehört auch der LADA Diabetes. Es handelt sich hier um einen in höherem Lebensalter auftretenden Typ-1-Diabetes, der häufig durch extreme Insulin-Empfindlichkeit mit stark schwankenden Blutzuckerwerten auffällt.
Typ 2 Diabetes
Der Diabetes mellitus Typ 2 wird duch eine unzureichende Insulinwirkung (Insulinrestistenz mit relativem Insulin-Mangel) verursacht. Beim Typ 2 Diabetes wird das Insulin durch Veränderungen an den Zellen nicht mehr richtig wirksam. Der Typ 2 Diabetes tritt vorwiegend bei älteren Menschen auf. Erst in letzter Zeit wird diese Form auch vermehrt bei jüngeren Menschen festgestellt. Die frühere Aufteilung in Typ 2a (Normalgewichtige) und 2b (Übergewichtige) wird nicht mehr verwendet.
Typ 3 Diabetes
Der Diabetes mellitus Typ 3 ist eine Sammelgruppe für:
• Typ 3A: Genetische Schädigung der Beta-Zellen
• Typ 3B: Genetische Defekte der Insulin-Wirkung
• Typ 3C: Krankheiten der nach außen sezernierenden Bauchspeicheldrüse
• Typ 3D: Krankheiten, die durch hormonelle Störungen entstehen
• Typ 3E: Diabetes durch Drogen oder Chemikalien
• Typ 3F: Diabetes in Folge von Infektionen
• Typ 3G: Seltene, immunologisch vermittelte Formen von Diabetes
• Typ 3H: andere genetische Syndrome

Der sog. MODY Diabetes tritt bei Kindern und Jugendlichen auf. Es lassen sich mehrere genetische Defekte als Ursache der Blutzuckererhöhung feststellen und so eine Zugehörigkeit zum Diabetes mellitus Typ 3 (meist 3A) erkennen.
Typ 4 Diabetes
Der Diabetes mellitus Typ 4 ist der Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes.
Die alte Einteilung wird häufig noch verwendet, auch wenn dies nicht mehr sein sollte:
• Typ I: Die Inselzellen produzieren zu wenig Insulin.
• Typ II: Die Insulinproduktion ist normal, reicht aber in Folge von Überernährung nicht mehr aus.

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U

U40
Konzentration des Insulins. U40 bedeutet 40 Insulin-Einheiten (engl. Units - abgekürzt I.E.) pro ml. U40 ist die Konzentration die ausschließlich in Spritzen verwendet wurde. Es gibt auch einige Pumpenmodelle in denen U 40 Insulin verwendet werden kann.
U100
Konzentration des Insulins. U100 bedeutet 100 Insulin-Einheiten (engl. Units - abgekürzt I.E.) pro ml. U100 Insuline werden in Insulinpens und Insulinpumpen verwendet.
Unterzuckerung
siehe Hypoglykämie.

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V

Verzögerungsinsulin
1936 entdeckte der Arzt Hans Christian Hagedorn, daß sich die Wirkung von Insulin durch Zusatz eines bestimmten Eiweißes verzögern ließ (NPH-Insuline; NPH=Neutrales Protamin Hagedorn). Auf diese Weise reichte die Wirkung einer Spritze nicht mehr nur vier bis sechs, sondern etwa zwölf Stunden. Nach dem Spritzen eines NPH-Insulins zeigt sich die Blutzuckersenkung am stärksten etwa nach vier bis sechs Stunden. Wie bei Normalinsulin auch ist die Wirkung dosisabhängig: Je weniger Insulin ein Diabetiker spritzen, desto kürzer wirkt es. Außerdem gibt es Insuline, die als Verzögerungsstoff vor allem Zink enthalten. Diese Insuline wirken länger bzw. besitzen einen anderen Wirkhöhepunkt als die NPH-Insuline.

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W

WHO
Abkürzung für die englische Bezeichnung "World Health Organisation". Zu deutsch "Weltgesundheitsorganisation".

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Z

Zucker
Übliche Kurzbezeichnung für den Rohr- oder Rübenzucker (=Saccharose) Oberbegriff für verschiedene kurzkettige Kohlenhydrate. Z.B. Traubenzucker, Fruchtzucker Umgangssprachliche Bezeichnung der Zuckerkrankheit.
Zuckeraustauschstoffe
schmecken wie Zucker, werden im Körper aber nicht wie Saccharose oder Glukose verstoffwechselt, so dass sie für Diabetes-Patienten unbedenkliche Süßmittel sind. Sie erhöhen nach Verzehr den Blutzuckerspiegel nicht und werden ohne Insulin im Körper verwertet. Im Vergleich zu den Süßstoffen haben Zuckeraustauschstoffe eine geringe Süßkraft. Zuckeraustauschstoffe besitzen einen ähnlich hohen Energiegehalt (Kalorien) wie Saccharose. Aus gesundheitlicher Sicht sind sie unbedenklich, jedoch können sie in größeren Mengen (mehr als 20 bis 30 g pro Tag) abführend wirken, weil sie im Darmtrakt nur langsam aufgenommen (resorbiert) werden, dort Wasser binden und dann den Stuhl verflüssigen. Zuckeraustauschstoffe sind Fructose, Lactose, verschiedene Zuckeralkohole wie Mannit (E 421), Sorbit (E 420), Isomalt (E 953), Maltit (E 965), Maltitol-Sirup (E 965), Lactit (E 966) und Xylit (E 967).
Zuckerkrankheit
siehe Diabetes mellitus.

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Autor:
Reinhard Stender
Webmaster und Online-Redakteur des
Deutscher Diabetiker Bund Landesverband Hamburg e.V.
E-Mail: reinhard.stender@diabetikerbund-hamburg.de

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