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20 Jahre Diabetologie in Hamburgs Krankenhaus Bethanien

20 Jahre Diabetologie in Hamburgs Krankenhaus Bethanien

Am 1. November 2008 ist mit Vorträgen das 20jährige Bestehen der Diabetesschulungsstation begangen worden.

Gut 20 Jahre vorher, am 1. Mai 1988, konnte durch tatkräftige Unterstützung von Seiten des Deutschen Diabetiker Bundes in Hamburg, der Gesundheitsbehörde und auch der Industrie die erste Diabetesschulungsstation in Hamburg am Krankenhaus Bethanien in Eppendorf eingeweiht werden.

Das damalige Schulungsteam hatte sich zur Aufgabe gemacht, die Patienten nicht nach den strengen Regeln der damaligen Schulmedizin zu behandeln, sondern deren Lebensbedürfnisse als eine der Leitlinien in der Diabetestherapie in den Vordergrund zu stellen. Durch Schulung zur Blutzuckerselbstkontrolle war es möglich geworden, den informierten Patienten in Teilbereichen zum "eigenen Arzt" werden zu lassen.

Endlich durften die Patienten durch das Anpassen von Insulin nach Blutzuckerselbstkontrollen den damals rigiden Ernährungsplan korrigieren und sich wie Nichtdiabetiker ernähren! Diesen neuen Behandlungsansatz mit den dazugehörigen Schulungen entwickelte Prof. Dr. Michael Berger in Düsseldorf in den 80er Jahren, und das Schulungsteam in Hamburg um Prof. Dr. Manfred Dreyer wendete es begeistert an.

Zugrunde liegt dieser Änderung in der Behandlung ein verändertes Patientenbild, das damals als fast revolutionär galt. In der Medizinerwelt stieß dieser Behandlungsansatz zuerst auf Ablehnung, löste dann aber schnell die konventionelle Therapie ab.

Einer der Gratulanten war Senator Dietrich Wersich, der selbst einen Teil seiner ärztlichen Ausbildung im Krankenhaus Bethanien durchlaufen hatte. Der DDB war durch die ehemalige Vorsitzende Margret Mulsow und der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Cornelia Hagemann-Rohweder mit einem Grußwort vertreten.

In seinem Jubiläumsvortrag beschrieb Prof. Dr. Manfred Dreyer humorvoll die Entstehungsgeschichte der Schulungsstation. Der folgende Referent, Dr. Alexander Risse, befasste sich mit dem damaligen und heutigen Menschen-/Patientenbild auf z. T. philosophische Weise. Als Chefarzt des Krankenhauses Bethanien geleitete Dr. Jürgen Wernecke durch die Veranstaltung und referierte über das Thema "Der diabetische Fuß". Zum Abschluss der Vortragsreihe stellte die Leiterin der Selbsthilfegruppe "Amputierte e. V. Nord" ihren Verein und ihre Arbeit dort vor.

Alles in allem - eine gelungene Jubiläumsvortragsreihe mit hohem Anspruch.

 

Autor:
Cornelia Hagemann-Rohweder
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Diabetiker Bund Landesverband Hamburg e.V.
webmaster@diabetikerbund-hamburg.de

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