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Begrüßungsansprache

Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden Lorenz Harms

Am 28. März 1999 fand im Congress-Centrum Hamburg (CCH) der 8. Hamburger Diabetiker-Tag unter dem Motto "Diabetes 2000 - was wird kommen?" statt.

Es folgt der Text der Begrüßungsansprache von Lorenz Harms (1. Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes Landesverband Hamburg e.V.):

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Mitglieder,

ich begrüße Sie recht herzlich zu unserem 8. Hamburger Diabetikertag, den wir nun schon seit vielen Jahren im 2-jährigen Rhythmus begehen. Er ist für uns immer wieder ein besonderes Ereignis und ich freue mich, Ihnen auch dieses Jahr wieder ein umfangreiches Programm bieten zu können. Dies ist das Werk vieler Helfer, die sich in ihrer Freizeit bereit gefunden haben, zum Gelingen dieses Tages beizutragen. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank.

Etliche von Ihnen haben sich die Ausstellung der vielen Firmen sicherlich schon angesehen und Sie haben noch bis 17.00 Uhr Zeit, sich intensiver zu informieren und Ihren Blutzucker, HbA1c, Blutdruck oder die Belastungspunkte an den Fußsolen, messen zu lassen. Vor dem Eingang - auf der Seite zu Planten un Blomen - steht ein Augenmobil der Firma Roche Diagnostics - früher Boehringer Mannheim -, wo Sie Ihren Augenhintergrund von Augenärzten fotografieren lassen können.

Trotz medizinischen Fortschritts hat sich die ärztliche Versorgung seit unserem letzten Diabetikertag in 1997 leider immer noch nicht wesentlich verbessert und es ist nach wie vor schwer, eine diabetologische Schwerpunktpraxis oder zumindest einen Arzt zu finden, der den Diabetes gut behandeln kann. Trotz unserer Bemühungen um die Einführung der Facharztbezeichnung "Diabetologe" gibt es diese noch immer nicht. Damit Sie sich ein Bild über das Angebot in Hamburg über diabetologische Schwerpunktpraxen und stationäre Schulungseinrichtungen machen können, haben wir diese eingeladen, sich Ihnen heute einmal vorzustellen. Dieser Bitte sind sie gern nachgekommen und Sie, meine Damen und Herren, können sich an den Informationsständen mit diesen Ärzten unterhalten. Es gibt darüber hinaus noch etliche Ärzte, die sich diabetologisch weitergebildet haben, und auch Diabetologen gem. DDG, die nicht schulen, aber den Diabetes gut behandeln. Nur sind uns die Namen dieser Ärzte nur teilweise bekannt, da die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KV) nach wie vor diese Informationen zurückhält.

Wir glauben, mit diesem Informationsangebot besonders den neuen Diabetikern unter uns einen besonderen Gefallen getan zu haben. Auch haben wir an unserem Stand eine Vertreterin des "Zentralverbandes der medizinischen Fußpfleger Deutschlands", die Ihnen gern Adressen zur Verfügung stellt.

Links von mir neben der Bühne hat das "Deutsche Diabetes Museum" Exponate aus früheren Zeiten der Diabetesbehandlung ausgestellt. Sie werden sehen, daß die medizinische Entwicklung seither doch weit fortgeschritten ist.

Zum Schluß noch ein Wort zu dem, was uns im letzten Quartal 1998 sehr bewegt hat. Das war die drohende Schließung der "Diabetiker-Zentrale". Was schon seit Jahren immer wieder versucht worden war, sollte Ende letzten Jahres Gewißheit werden. Die Krankenkassen wollten die "Diabetiker-Zentrale" ohne Ersatz schließen. Die Kassen hatten jedoch nicht mit einem solchen Widerstand der Diabetiker gerechnet und erst nach massiven Protesten und Demonstrationen der Patienten und des Deutschen Diabetiker Bundes, unterstützt durch Presse, Radio und Fernsehen, kam dann endlich Bewegung in die Sache und Ende vergangenen Jahres zeichnete sich endlich eine Lösung ab, nachdem auch unsere Hamburger Gesundheitssenatorin, Frau Karin Roth, ein Machtwort gesprochen hat. Die Kassen, die KV, das "Dialyse-Kuratorium-Hamburg e.V." - das schützend die Hand über die "Diabetiker-Zentrale" hält - und der Deutsche Diabetiker Bund saßen alle an einem Tisch einträchtig zusammen und haben eine Lösung erarbeitet, mit der alle sehr zufrieden sind. Bei soviel Kooperation fragte ich mich hinterher dann schon, gegen wen haben wir eigentlich demonstriert, als wir im November mit den Patienten der "Diabetiker-Zentrale" in der Kälte vor dem Haus des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) standen.

Die "Diabetiker-Zentrale" wird am 1. April 1999, also in wenigen Tagen, ihre neuen Räume, Beim Strohhause 26, beziehen und ihre Arbeit im vollem Umfang wieder aufnehmen. Ich bin hierüber besonders glücklich und es hat sich gezeigt, daß sich der Slogan "Gemeinsam sind wir stärker" bewährt hat. Darum meine Bitte an Sie, unterstützen Sie den Deutschen Diabetiker Bund und werden Sie Mitglied. Nur eine starke Organisation kann sich gegenüber den verschiedenen politischen Gremien durchsetzen.

Bisher hat die Schirmherrin unserer Veranstaltungen immer ein Grußwort an die Besucher gerichtet. Unsere Hamburger Gesundheitssenatorin, Frau Karin Roth, kann heute aber leider nicht persönlich teilnehmen und sie bat mich, ihr Grußwort verlesen zu lassen. Dieser Bitte komme ich gern nach.

Ich wünsche uns allen eine gelungene Veranstaltung.

Vielen Dank.

 

Autor:
Lorenz Harms
ehem. 1. Vorsitzender
Deutscher Diabetiker Bund Landesverband Hamburg e.V.
webmaster@diabetikerbund-hamburg.de

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