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Leistungen » Du und Deine Welt »
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Kurzbericht 1990

1990 - Die Messe "Du und Deine Welt" im Rückblick

Dem Landesverband Hamburg ist es im diesen Jahr nach vielen vergeblichen Versuchen wieder gelungen, einen größeren Standplatz auf der Messe "Du und Deine Welt" zu bekommen (4m x 4m). Mit mehreren Ratsuchenden gleichzeitig war es sonst doch sehr eng. Zum erstenmal konnten wir unsere eigenen Messemöbel einsetzen, und obwohl uns erst jetzt auffiel, dass fast alle Füße nicht geliefert worden waren, haben wir alles mit vereinten Kräften zum Stand bekommen.

Premiere hatte unser lange geplante und endlich fertige dreigliedrige Stelltafel, auf der kurz alles wichtige über Diabetes Typ-1 und Typ-2 sowie über den DDB erklärt wird. Die AOK hat freundlicherweise die Kosten für die grafische Gestaltung und die Herstellung der Tafeln übernommen, die wir nun regelmäßig auf unseren Ständen zum Einsatz bringen werden.

Bärbel Drewes hat es mit vielen Telefonaten geschafft, einen Standbesetzungsplan mit 32 Mitarbeitern zu erstellen, dazu kamen noch 5 Ärzte aus unserem Beirat und aus dem Unversitätskrankenhaus. Viele Standbetreuer waren mehrfach anwesend und sprangen bereitwillig ein, wenn einmal jemand ausfiel. Rudolf Schulz gebührt ein besonderer Dank für seine unermüdliche Aktivität. Dass es uns auch im achten Jahr wieder gelungen ist, mit demselben großen Einsatz ehrenamtlicher Helfer etwas für Diabetiker und für die Information der Bevölkerung über Diabetes zu tun, zeigt die Stärke unseres Landesverbands. Und es sind nicht immer dieselben, die für die Messe aktiv werden. Leider trauen sich nur wenige neue Mitglieder die Arbeit am Stand zu, obwohl meist genug erfahrene Berater dasind, denen man über die Schultern sehen kann. Wer über seinen eigenen Diabetes gut Bescheid weiß, kann uninformierten Diabetikern oft sehr schnell weiterhelfen. Engagement und Begeisterung unserer Berater waren wieder so groß, dass manchmal vergessen wurde, den Besuchern Informationsmaterial mitzugeben. Aber wir hatten auch zu viel Material mitgenommen, das am Ende wieder zur Geschäftsstelle transportiert werden mußte. Planung ist alles!

Die Zahlen: 1.222 Blutzuckertests, davon 951 bei Nichtdiabetikern und 271 bei Diabetikern. Im Vergleich zu den letzten Jahren hat die Besuchernachfrage abgenommen, vor allem wohl, weil auch an den Ständen der Krankenkassen Blutzuckerwerte angeboten werden. Dies war keine Konkurrenz, sondern eine Entlastung. Durch Gespräche mit den Mitarbeitern dieser Stände entstand eine gute Kooperation, Diabetiker wurden häufig an uns weiterverwiesen. Blutzucker werte über 150 fanden wir bei 43 Nicht-DiaberikerInnen, denen wir einen baldigen Arztbesuch empfahlen. Wieder hatten die tablettenbehandelten DiabetikerInnen die schlechtesten Blutzucker werte (Durchschnitt 211 bei 110 Personen), aber die Insulinbehandelten lagen nicht viel besser (Durchschnitt 190 bei 77 Personen). Die 65 Personen, die ihren Diabetes nur mit Diät unter Kontrolle hatten, hatten einen durchschnittlichen Blutzucker von 156. Bei dem verbleibenden Rest war die Therapie nicht erfragt worden. Vieles spricht dafür, dass die “Nur-Diät-DiabetikerInnen” nicht die “leichten” Diabetesfälle sind, sondern diejenigen Typ II-Diabetiker, die besser behandelt werden und die sich selbst mehr um ihren Diabetes kümmern.

 

Autor:
Reinhard Stender
Webmaster und Online-Redakteur
Deutscher Diabetiker Bund Landesverband Hamburg e.V.
E-Mail: reinhard.stender@diabetikerbund-hamburg.de

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