Tresiba – mit einem Kassenschlager gegen Unterzuckerungen

Tresiba – mit einem Kassenschlager gegen Unterzuckerungen

 

Zwar ist das Insulin „Tresiba“ in aller (Diabetiker)-Munde, doch ein Wundermittel ist es nicht. Auch, als Diabetiker, Ärzte und Banker hellauf begeistert waren, als das ultra lange wirkende Basal-Insulin wieder auf den deutschen Markt kam. Tina Abild Olesen, die hiesige Geschäftsführerin des dänischen Herstellers Novo Nordisk, erklärt: „Mit der Rückkehr von Insulin degludec (Handelsname: Tresiba) reagieren wir in der Versorgung auf ein möglichst geringes Risiko an Unterzuckerungen.“

 

Klingt gut. Bevor Tresiba am 1. Dezember 2018 wieder verschrieben wurde, sprachen bereits fünf weltweit operierende Banken Kaufempfehlungen aus, denn Tresiba  habe das Zeug zu einem regelrechten Kassenschlager.

 

Zumal das Tresiba-Comeback diesmal von beeindruckenden Studien untermauert wird: Nächtliche Unterzuckerungen sollen um 36 (!) Prozent, schwere um 35 (!) Prozent zurückgegangen sein. In einer weiteren Studie gab es sogar eine um 53 Prozent verringerte Rate an schweren nächtlichen Unterzuckerungen. Wissenschaftler betonen deshalb wohl auch, Tresiba sei das bisher beste Verzögerungsinsulin am Markt. Für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und Typ 1.

 

Übrigens, Novo Nordisk hatte Tresiba 2016 vom Markt genommen,   Preisverhandlungen mit dem Spitzenverband der Krankenkassen gescheitert waren. Aber Novo Nordisk soll teilweise auch Wirksamkeitsstudien zurückgehalten oder geschwärzt haben. Damals erhielten rund 40 000 deutsche Patienten Tresiba.

 

Nun also – nach teils neuen Studien – der Wiedereinstieg in den  harten Wettbewerb mit den Häusern Sanofi (Frankreich) und Eli Lilly (USA). Doch im Hintergrund, munkeln sie an den Börsen, würde in China bereits an einem Konkurrenz-Insulin gearbeitet. Immerhin müsse man im eigenen Lande allein 130 Millionen (zum Vergleich: rund 8 Millionen in Deutschland) versorgen. Da könne man den Rest bedarf der Welt gleich mit abdecken.

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ENDE/ 18.1.19