Kino im Kopf, ganz ohne App

Lesen ist hoffnungslos altmodisch. Wer will schon von Gestern sein? Früher galt Belesenheit mal als erstrebenswert. Doch nicht heute. Trotzdem: Erzählen Sie ohne Scheu, was auf Ihrem Nachtisch liegt.

Denn Lesen ist wie Kino im Kopf. Es ist jedesmal ein herrliches Abenteuer, ganz und gar ohne App. Deshalb stellen Ihnen Stephan Samtleben und Klaus Blume einmal im Monat spannende Bücher vor. Stephan Samtleben – 2017 mit dem deutschen Buchhändler-Preis geehrt – führt sein Geschäft seit 1989 im Literaturhaus am Schwanenwik. Klaus Blume, unser Zweiter Vorsitzender, veröffentlichte bisher neun Fachbücher und einen Roman.

Hier ihre Empfehlungen:

Die Bagage von Monika Helfer (Carl Hanser Verlag)

Mit der „Bagage“ erzählt die Österreicherin die Geschichte ihrer Familie. Sie leben am Ende des Dorfes mit eigenen Gedanken und werden deshalb von den anderen „Bagage“ genannt. Die starken -Frauen der Familie verdrehen mit ihrer Schönheit allen Männern den Kopf und werden dafür herzlich gehasst. Doch macht ihnen das etwas aus?

Das nächste Spiel ist immer das schwerste von Ror Wolf (Fischer Taschenbuch)

Der im Februar verstorbene Ror Wolf hat mal gesagt: „Das Fußballspiel ist nicht die Fortsetzung des Lebens, sondern das Leben ist die Fortsetzung des Fußballspiels.“ Also: Was einem im Leben passiert, ist wie auf’m Platz. Unbedingt lesen! Ein herrlicher Spaß für alle Wort-Akrobaten – und für die Sinne.

kbl