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Auch nicht in diesen Zeiten: Kein Frittieröl fürs Auto

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Bitte, seid solidarisch und denkt an Eure Nachbarn - verzichtet daher auf eine unnötige Bevorratung.“ Dieser Hinweis in einem Hamburger Supermarkt wird mit der Erklärung ergänzt: „Um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden, begrenzen wir aktuell die Nachfrage auf Rapsöl, Sonnenblumenöl und Frittieröl.“

Es sei eben Krieg, erklärt unsere Nachbarin die neue Situation. Aber doch nicht in Ottensen, auch nicht in Schnelsen, liebe Frau Müller. Sondern irgendwo, weit weg, in der Ukraine. Was hat das mit uns - in Hamburg - zu tun?

Es habe eine Menge mit all‘ jenen Flüchtlingen zu tun, die sogar noch mitten in der Nacht Hamburg erreichen, werden wir belehrt. Hungrig, durstig, mit kleinen übernächtigten Kindern an der Hand. Und der furchtbaren Ahnung, für immer aus der Heimat vertrieben worden zu sein.

Doch wie können wir der Angst, die uns daraus entsteht, begegnen? Wohl am besten mit der festen Struktur unseres Diabetiker-Tages. Denn in diese feste Struktur passt das Hamstern von Raps- oder Frittieröl nicht. Erst recht nicht, um es in den Einfüllstutzen unseres Autos zu geben.

Was ohnehin keine gute Idee wäre. Nicht nur, weil die Autohersteller von Speiseöl in herkömmlichen Motoren abraten. Auch, weil die Leistung der Motoren durch Speiseöl beträchtlich gemindert würde.

Also, bereiten Sie mit Ihrem Speiseöl lieber einen gesunden Salat oder backen Sie mal wieder einen leckeren Kuchen. Es lohnt sich. 

K. Bl.

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