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Gicht und Diabetes: Es bleibt die Hoffnung

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Dieser Schmerz überfälllt uns ohne irgendeine Ankündigung. Schon Goethe hat unter ihm gelitten. Auch Otto von Bismarck wurde von der Gicht geplagt. Heute fragen sich die Gelehrten, ob es zwischen Gicht und Diabetes einen Zusammenhang gibt; ob das eine das andere begünstigt. Fest steht nur, in Europa leben 60 Millionen Diabetiker und 18 (!) Millionen Gichtkranke. Doch es gibt Hinweise, Gicht könnte eine Folge von Diabetes mellitus sein.

Was auf alle Fälle feststeht: Dass die beim Abbau von Nahrung entstehende Harnsäure nicht immer ausreichend ausgeschieden wird. Reste davon können also in Ihren Gelenken zu schmerzhaften Ablagerunen führen - und damit auch zur Gicht!

So einfach ist das.

Natürlich gibt es dagegen längst erprobte Arzneimittel - aber reichen diese aus? Nicht immer, und deshalb müssen Sie mithelfen, soll es Ihnen besser gehen: Viel Gemüse essen, aber keine Hülsenfrüchte. Viel trinken - bis zu drei Liter am Tag: Wasser, Früchte-Tees, auch mal Kaffee.

Aber kein Bier! Es verzögert nämlich das Ausschwemmen der Harnsäure.

Ihr lieb gewohntes Gläschen Rotwein zum Abendessen könnten Sie sich hingegen auch weiterhin gönnen. Denn nach mehreren Langzeit-Studien wurde durch Rotwein das Gicht-Risiko nicht erhöht. Sie müssen demnach also auch beim abendlichen Lesen nicht nur beim Wasser sitzen.

Aber das bleibt - selbstredend - jedem selbst überlassen. Schließlich stützt sich alles nur auf Erkenntnisse, die aus Studien gewonnen wurden.

Auf mehr nicht. Noch nicht.

K. Bl.

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