Nehmen Sie doch mal das Fahrrad

Laufen ist gesund. Sagt der Arzt dem Diabetiker. Deshalb läuft er. Dicht an dicht, mit vielen Anderen rund um die Alster. Ist Corona nicht vorbei? Von wegen! Also weiterhin Abstand halten – und richtig laufen. Nicht zuerst mit der Ferse oder gleich mit dem ganzen Fuß aufplatschen, was 80 Prozent falsch machen. Denn das schadet

Bitte, bleiben Sie gesund

Es stand am Schluss einer Meldung aus einem Pharma-Konzern: „Bitte, bleiben Sie gesund.“ Wer will einer so freundlichen Bitte nicht nachkommen? Doch im Ernst, wie kann ich – als Diabetiker, mithin chronisch Erkrankter – einen solchen Rat beherzigen? „Bitte, bleiben Sie gesund“, diese Floskel zieht sich seit Wochen durch die Corona-Krise. Ebenso gedankenlos übernommen, wie

Kino im Kopf, ganz ohne App

Lesen ist hoffnungslos altmodisch. Wer will schon von Gestern sein? Früher galt Belesenheit mal als erstrebenswert. Doch nicht heute. Trotzdem: Erzählen Sie ohne Scheu, was auf Ihrem Nachtisch liegt. Denn Lesen ist wie Kino im Kopf. Es ist jedesmal ein herrliches Abenteuer, ganz und gar ohne App. Deshalb stellen Ihnen Stephan Samtleben und Klaus Blume

Mit Insulin gegen Corona?

Ob er nicht Insulin gegen das Corona-Virus einsetzen solle? Fragte sich voller Überzeugung Präsident Donald Trump, als selbst ernannter oberster Medizinmann der freien Welt, in einer Pressekonferenz. Jerome Adams, Chef der US-Gesundheitsbehörde, wagte, einzuwenden: „Ihr Körper, Herr Präsident, stellt Insulin selbst her.“ Was Trump, in all‘ seiner Unwissenheit, von sich wies. Er sei doch nicht

Maskiert und verjüngt

Ach, Sie sind das?“ Nur an meiner Stimme habe sie mich erkannt. Ob Frau Kruse dabei lächelt, kann ich nicht erkennen. Schließlich ist sie völlig maskiert: trägt eine feuerrote Mundmaske, daüber ihre schwere braune Hornbrille – und über alledem thront dieser Südwester, ein überaus beeindruckender Regenhut. Ich muss der Nachbarin ähnlich fremd erscheinen, hinter meiner

Das Abendessen – ein Fest des Tages

Ich kann jetzt selber Senfsoße machen – Mehlschwitze, Gemüsebrühe, zwei Sorten Senf  – dazu hartgekochte Eier. Es wird nie wieder etwas anderes bei uns geben. Denn dank Corona wurde bei uns noch nie so viel gekocht, wie in den letzten acht Wochen. Auch weil wir es gelernt haben, richtig einzukaufen und schnell zu kochen, gehen

Trotz Corona: Notfall geht immer vor

Halten Sie bitte auch während der Corona-Krise Ihre Termine ein“, beschwor mich die Kardiologin. Ähnlich wird es anderen Diabetikern ergehen, die ständig wegen chronischer Erkrankungen  behandelt werden. Mancher hatte wohl gehofft, wegen Corona pausieren zu dürfen. Die Krankenhäuser registrieren bei Herzinfarkten bereits dreißig Prozent weniger Notaufnahmen. Vermutlich aus Angst, sich mit Corona infizieren zu können.

Wundermittel mit Piks

Nur ein winziger Piks – und das war‘s mit dem Corona-Albtraum. Vierzig klinische Studien suchen weltweit nach diesem „Wundermittel“. Die meisten verlassen sich dabei auf Hydroxychloroquin, kurz: HCQ. Donald Trump lobte das 1934 gegen Malaria-angewandte Medikament am 18. März „als Wundermittel schlechthin.“ Als belegte wurde, die hochgelobte Studie habe nicht ein Mediziner, sondern eines Jurist

Auf „Bösewicht“ Drosten ruhen unsere Hoffnungen

Er kann keinen Schritt mehr ohne Polizeischutz wagen – nirgendwohin, nicht ins Labor, nicht privat. „Denn ich lebe unter Morddrohungen“, bekennt Christian Drosten in einem ausführlichen Interview mit dem britischen „Guardian“. Dem couragierten Weltblatt erklärt der Berliner Virologe: „Für viele Deutsche bin ich der Bösewicht, der die Wirtschaft gefährdet.“ Denn in Deutschland werde der milde